Ü-18-Wochen im Neuen Kupferhof

Vier Personen stehen zusammen, zwei Erwachsene und zwei Jugendliche, vor einem Gebäude mit großen Fenstern und einer Terrasse.

Auch 2026 sind wir mit ganz besonderen Gästen ins neue Jahr gestartet: Denn Anfang Januar, gleich nach unserer Fortbildungs-woche, sind auch dieses Jahr junge Erwachsene im Neuen Kupferhof zu Gast gewesen. Junge Menschen wie Thilo (19) oder Lars (18). Beide kennen wir schon seit vielen Jahren. Sie sind echte „Kupferhof-Kids“ und immer wieder mit ihren Familien bei uns gewesen. Sobald sie 18 Jahre alt werden, ist das eigentlich nicht mehr möglich. Denn unsere Leistungsvereinbarung mit den Kostenträgern sieht nur eine Betreuung bis zu dieser Altersgrenze vor. Doch der Entlastungsbedarf bei den Familien ist unverändert, eine Auszeit dringend nötig und auch die jungen Menschen brauchen nach wie vor Förderung. Daher freuen wir uns, dass wir in Abstimmung mit den Behörden und dank der Unterstützung unserer Spender:innen dieses Ü18-Special anbieten können. Wir haben mit der Familie von Thilo und der Mutter von Lars gesprochen und sie gefragt, warum sie diese Chance so schätzen:

Für drei Tage während des Aufenthalts im Neuen Kupferhof ist Familie Böske dieses Mal sogar komplett. Antonia, die 23-jährige Tochter der Familie, besucht ihren Bruder Thilo (19) und ihre Eltern. Die bezeichnen ihre Auszeit in Hamburg schlicht als „Glücksfall“. „Thilo braucht uns hier den ganzen Tag nicht und ist munter im Haus, mit dem Team und den anderen Kindern unterwegs. Das entlastet uns sehr!“, berichten Stefanie und Andreas Böske. So nutzt das Ehepaar auch die Gelegenheit zu einem entspannten Nachmittag inklusive Kino-Besuch mit der Tochter, die inzwischen fürs Studium ausgezogen ist. Zu Hause in Vechta testet die Familie gerade, wie die weitere Zukunft von Thilo aussehen kann und er probiert sich in einer Werkstatt in unterschiedlichen Bereichen aus.

Monika Kahl, die alleinerziehende Mutter von Lars, erzählt: „Letzten Sommer ist Lars 18 geworden und damit endete auch seine Schulzeit. Jetzt ist er vormittags von 8 bis 13 Uhr in einer Tageseinrichtung und dann sind wir für den Rest des Tages auf uns gestellt, was besonders durch Lars Epilepsie anstrengend ist. Nachmittags erledigen wir meist seine Therapietermine. Hier im Neuen Kupferhof muss ich mal nicht einkaufen, nicht kochen, kann lesen, spazieren gehen und mich mit anderen Eltern austauschen. Es ist die einzige Woche im Jahr, in der ich meinen Tag gestalten kann. Ich habe sogar die Chance zum Gespräch mit Nadine Giehler, der neuen Psychologin hier im Haus, genutzt. Zuhause wird es dann u.a. auch darum gehen, einen neuen geeigneten Rollstuhl für Lars anzuschaffen“.

Die jungen Erwachsenen nehmen immer noch gerne an den ihnen bekannten Freizeitangeboten teil:

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